Ein Hotel kann in einer KI-Antwort an zwei Stellen fehlen: wenn ein Gast nach dem Haus fragt und ein Buchungsportal vor der eigenen Website steht, und wenn er noch keinen Namen kennt. Wir haben beides gemessen, mit je fünf Häusern aus Basel, Bern, Zürich, Luzern, Thun, Interlaken, St. Gallen, Winterthur, Davos und Zermatt. Die Markenfrage lautet, wo man ein bestimmtes Hotel online buchen kann. Die Gästefragen nennen keinen Namen, etwa «gutes Hotel in Thun für ein Wochenende».
Eigene Website meist genannt, Booking.com fast immer
In 89 Prozent der 300 Markenantworten steht die eigene Website, in 10,3 Prozent nur Buchungsportale. Perplexity nennt die Website in 97 Prozent, Gemini in 90 Prozent, ChatGPT in 80 Prozent der Antworten. Bei 43 von 50 Hotels tun das alle drei Modelle. Booking.com steht in 276 von 300 Antworten, und neben der eigenen Website nennen die Modelle im Schnitt 3,7 Portale. Die Direktbuchung ist damit eine Option unter mehreren.
Gästefragen ohne Hotelnamen
Fragt ein Gast nur nach dem Ort, kommt in 62,2 Prozent der 180 Antworten eines der fünf Häuser vor, 12 der 50 Hotels in keiner einzigen. In Thun und Winterthur nennt jede Antwort eines der Häuser, in Zürich sind es 11,1 Prozent, weil die Modelle dort aus Hunderten Hotels wählen. Die Messung lief über die Schnittstelle der Modelle an einem Tag, mit gut auffindbaren Häusern; ob gebucht wird, misst sie nicht. Alle Tabellen stehen im Beitrag zur Studie.
Veröffentlicht am von Fabiano Frascati



