Die ehrliche Antwort zuerst: Ein KI-Chatbot für die Website kostet zwischen null Franken und einem sechsstelligen Betrag. Diese Spanne hilft niemandem. Darum schlüsseln wir in diesem Beitrag auf, welche Preisklasse was beinhaltet, wo die versteckten Kosten liegen und wie unser eigenes Modell gerechnet ist.
Der Markt teilt sich grob in drei Klassen: internationale Selbstbau-Tools ab rund 30 Dollar pro Monat, betreute Agentur-Lösungen für mehrere hundert Franken monatlich und Enterprise-Projekte im fünfstelligen Bereich. Dazu kommt das Mietmodell, das wir selbst anbieten: ab CHF 49 pro Monat zum Festpreis.
Ob sich ein Chatbot für Ihre Website überhaupt lohnt, haben wir separat beantwortet: KI-Chatbot für die KMU-Website: sinnvoll oder Spielerei? Hier geht es nur ums Geld.
Die Preisklassen im Überblick
Bevor wir ins Detail gehen, die Landkarte. Die vier Klassen unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wer die Arbeit macht und wie abgerechnet wird.
| Klasse | Preis | Abrechnung | Wer macht die Arbeit |
|---|---|---|---|
| Selbstbau-Tool (Chatbase und Co.) | ab rund 30 Dollar pro Monat | Credits, in USD | Sie selbst |
| Agentur-Lösung Schweiz | meist mehrere hundert Franken pro Monat, oft plus Setup | Monatspauschale | Die Agentur |
| Enterprise-Projekt | fünfstellig und mehr | Projektpreis plus Betrieb | Projektteam |
| Frascati Mietmodell | ab CHF 49 pro Monat | Monatspreis, Gespräche inklusive | Wir richten ein, Sie nutzen |
Selbstbau mit internationalen Tools: günstig, aber in Credits
Tools wie Chatbase sind der schnellste Einstieg. Sie laden Ihre Website und Dokumente hoch, das Tool baut daraus einen Chatbot. Die Preise wirken tief: Bei Chatbase kostet der Hobby-Plan 32 Dollar pro Monat, der Standard-Plan 120 Dollar, der Pro-Plan 400 Dollar, jeweils bei jährlicher Zahlung (Stand August 2026). Es gibt sogar eine Gratisstufe mit 50 Message-Credits pro Monat.
Der Haken steckt im Wort Credits. Ein Credit ist nicht ein Gespräch: Jede einzelne Antwort des Bots verbraucht Credits, und je nach gewähltem KI-Modell mehrere davon. Ein Besucher, der zehn Fragen stellt, kann so ein Vielfaches dessen kosten, was die Planbezeichnung vermuten lässt. Sind die Credits aufgebraucht, schweigt der Bot oder es werden automatisch Zusatzpakete nachgekauft, bei Chatbase für 40 Dollar pro 1'000 Credits.
Dazu kommen drei Punkte, die in der Schweiz stören: Oberfläche und Support sind englischsprachig, abgerechnet wird in Dollar mit schwankendem Wechselkurs, und wer das Anbieter-Logo aus dem Chatfenster entfernen will, zahlt bei Chatbase rund 1'200 Dollar pro Jahr extra. Die eigentliche Arbeit bleibt sowieso bei Ihnen: Wissensbasis pflegen, Antworten testen, Fehlverhalten korrigieren.
Agentur-Lösungen: mehrere hundert Franken pro Monat
Die zweite Klasse sind betreute Lösungen von Schweizer Agenturen. Hier baut jemand den Chatbot für Sie auf, füttert ihn mit Ihren Inhalten und betreut ihn laufend. Üblich sind ein einmaliges Setup und danach eine Monatspauschale ab mehreren hundert Franken.
Dafür bekommen Sie deutschen Support, eine auf Ihr Geschäft abgestimmte Wissensbasis und einen Ansprechpartner, wenn etwas klemmt. Achten Sie trotzdem auf die Vertragsdetails: Viele Angebote binden Sie für zwölf Monate, und nicht jede Pauschale enthält Anpassungen nach dem Start. Wer nach drei Monaten neue Öffnungszeiten oder Preise einpflegen will, zahlt teils nach Aufwand.
Enterprise: fünfstellig, mit gutem Grund
Die dritte Klasse betrifft Konzerne, Banken und Versicherungen. Hier geht es nicht mehr um ein Chatfenster mit Wissensbasis, sondern um Anbindungen an CRM und Fachsysteme, um Compliance-Vorgaben, Mehrsprachigkeit und definierte Verfügbarkeit. Solche Projekte starten im fünfstelligen Bereich, dazu kommen laufende Betriebskosten.
Für ein KMU ist diese Klasse fast nie die richtige. Wer Ihnen als Malerbetrieb oder Treuhandbüro ein fünfstelliges Chatbot-Projekt verkauft, löst ein Problem, das Sie nicht haben.
Das Frascati-Modell: transparent gerechnet
Wir sind eine Schweizer Digitalagentur aus Oberwil BL, drei Brüder, über 70 umgesetzte Projekte. Unseren KI-Chatbot vermieten wir zum Festpreis, weil wir Abos mit Kleingedrucktem selbst nicht mögen.
pro Monat kostet der Chatbot im Basic-Abo, mit 250 Gesprächen inklusive. Das Pro-Abo kostet CHF 129 mit 1'500 Gesprächen und ohne Frascati-Hinweis im Chatfenster.
Der wichtigste Unterschied zu den Selbstbau-Tools: Wir rechnen in Gesprächen ab, nicht in Credits. Sie wissen vorher, was ein Monat kostet, in Franken, ohne Wechselkursüberraschung. Eingerichtet wird der Bot von uns, mit Ihren Inhalten. Der Einbau ist eine Zeile Code und funktioniert auf jedem System, ob WordPress, Webflow, Baukasten oder Eigenbau.
Testen können Sie das Ganze 14 Tage gratis. Eine Karte wird dabei hinterlegt, das sagen wir offen dazu: Wer nicht kündigt, rutscht ins bezahlte Abo. Wer innerhalb der 14 Tage kündigt, zahlt nichts.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Egal bei welchem Anbieter Sie landen, prüfen Sie vor der Unterschrift diese fünf Punkte:
- Metering: Was wird gezählt? Credits, Nachrichten oder Gespräche? Credits sind am schwersten kalkulierbar, weil der Verbrauch pro Antwort schwankt.
- Kündbarkeit: Monatlich kündbar oder Jahresvertrag? Ein Chatbot ist ein Werkzeug, kein Ehevertrag. Testen Sie, ob er Ihnen Anfragen bringt, bevor Sie sich binden.
- Hosting und Daten: Wo laufen die Gespräche durch? Fragen Sie nach, wie der Anbieter Datenschutz nach DSG und DSGVO handhabt, gerade wenn Kunden im Chat Kontaktdaten hinterlassen.
- Sprache: Versteht der Bot Ihre Kundschaft und bekommen Sie Support auf Deutsch? Ein englisches Ticketsystem hilft wenig, wenn der Bot am Samstag Unsinn erzählt.
- Versteckte Kosten: Logo-Entfernung, Zusatz-Credits, Setup-Gebühren, Anpassungen nach dem Start. Fragen Sie konkret: Was kostet das zweite Jahr?
Praxis-Tipp: Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis pro Gespräch herunter: Monatspreis geteilt durch enthaltene Gespräche oder realistisch nutzbare Credits. Erst dann sind Angebote vergleichbar.
Der Aufwand lohnt sich, denn das Thema wird nicht kleiner: Gemäss localsearch und HSLU (2025) suchen bereits 13 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Betriebe zuerst über KI. Wenn Sie unsicher sind, welche Klasse zu Ihrem Betrieb passt: Buchen Sie einen kurzen Termin, wir rechnen es mit Ihnen durch, auch wenn am Ende ein Selbstbau-Tool die bessere Wahl für Sie ist.
Häufige Fragen
Was kostet ein KI-Chatbot für eine KMU-Website in der Schweiz?
Realistisch zwischen CHF 49 und einigen hundert Franken pro Monat, je nachdem, ob Sie ein Mietmodell oder eine individuell betreute Agentur-Lösung wählen. Selbstbau-Tools sind ab rund 30 Dollar pro Monat zu haben, verlangen aber Ihre eigene Zeit für Aufbau und Pflege. Fünfstellige Projekte sind für KMU fast nie nötig.
Warum sind Credits teurer, als sie aussehen?
Weil eine einzelne Bot-Antwort je nach KI-Modell mehrere Credits verbraucht. Ein Plan mit 700 Credits reicht darum nicht für 700 Kundengespräche, sondern für deutlich weniger. Sind die Credits weg, schweigt der Bot oder es werden automatisch kostenpflichtige Pakete nachgeladen. Bei Gesprächs-Abrechnung passiert Ihnen das nicht.
Kann ich einen KI-Chatbot testen, bevor ich zahle?
Ja. Bei den meisten Selbstbau-Tools gibt es eine Gratisstufe mit wenigen Credits. Unseren Chatbot testen Sie 14 Tage gratis mit vollem Funktionsumfang. Eine Karte wird hinterlegt, belastet wird sie erst nach Ablauf der Testphase, wenn Sie nicht kündigen.
Kommt der Einbau auf meiner bestehenden Website extra dazu?
Bei uns nicht. Der Einbau besteht aus einer Zeile Code und funktioniert auf jedem System, von WordPress bis zum Baukasten. Bei Agentur-Lösungen ist der Einbau meist im Setup enthalten, bei Selbstbau-Tools kopieren Sie den Code selbst in Ihre Website.






