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SEO · 3. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

SEO Agentur in Deutschland beauftragen: sieben Fragen vor der Unterschrift

Der Markt für SEO in Deutschland ist gross, und die Angebote sind kaum vergleichbar. Sieben Fragen, die Sie vor der Unterschrift stellen, drei Antworten, bei denen Sie das Gespräch beenden können, und was Sie selbst vorbereiten.

Fabiano Frascati

Von Fabiano Frascati

Gründer von Frascati

Illustration: Person liest Zeitung auf einem Bürostuhl
Die Speicherstadt in Hamburg mit den Backsteinlagern am Fleet

Bevor Sie eine SEO Agentur in Deutschland beauftragen, klären Sie sieben Punkte: Was wird vor dem Angebot gemessen, welche Arbeiten stecken im Monatspreis, wer schreibt die Texte, wem gehören Zugänge und Inhalte, wie wird berichtet, wie läuft Local SEO, und wie kommen Sie wieder auseinander. Wer diese sieben Fragen sauber beantwortet, versteht sein Handwerk. Wer ausweicht, verkauft eine Laufzeit.

Der Markt ist gross: «SEO Agentur» kommt in Deutschland auf 4'400 Suchen pro Monat, «Webdesign Agentur» auf 3'600 und «Website erstellen lassen» ebenfalls auf 3'600 (Suchvolumen laut Performance Suite Keyword-Datenbank, Stand 06.09.2026). Wo so viel Nachfrage ist, gibt es viele Anbieter, und die Qualität streut entsprechend. Die folgenden sieben Fragen sind so formuliert, dass Sie sie im Termin vorlesen können.

Frage 1: Was messen Sie, bevor Sie ein Angebot machen?

Ein Angebot ohne vorherige Messung ist eine Preisliste, keine Analyse. Vor der ersten Rechnung sollte auf dem Tisch liegen: Wie viele Ihrer Seiten sind indexiert, welche Suchbegriffe bringen heute Besucher, wo stehen Sie im Vergleich zu drei konkreten Wettbewerbern, wie schnell lädt die Seite auf einem durchschnittlichen Mobiltelefon, und welche technischen Fehler blockieren gerade Ranking.

Konkret: Verlangen Sie die Ausgangswerte schriftlich, mit Datum und Quelle. Ohne diesen Nullpunkt lässt sich später kein Erfolg belegen, und genau darauf verlassen sich unseriöse Anbieter. Wer nach acht Monaten «deutliche Verbesserungen» meldet, ohne den Startwert zu nennen, meldet nichts.

Frage 2: Welche Arbeiten stecken im Monatspreis?

«SEO-Betreuung» ist kein Leistungsverzeichnis. Lassen Sie sich die Monatsleistung in Positionen aufschlüsseln: technische Wartung, Inhalte mit Anzahl und Umfang, Aufbau von Erwähnungen, Pflege des Unternehmensprofils, Auswertung und Besprechung. Fragen Sie ausdrücklich, was extra kostet, und ob nicht genutzte Stunden verfallen.

Konkret: Bitten Sie um ein Beispiel eines Monatsberichts aus einem echten Mandat, geschwärzt. Wer keinen zeigen kann, schreibt vermutlich keinen. Achten Sie darauf, ob im Bericht Arbeit steht oder nur Diagramme.

Frage 3: Wer schreibt die Texte, und wer prüft die Fakten?

Inhalte sind der teuerste Teil guter Suchmaschinenoptimierung, deshalb wird hier am häufigsten gespart. Fragen Sie, wer schreibt, ob Ihre Fachleute gegenlesen und wie mit Zahlen umgegangen wird. Ein Text, der Ihre Branche falsch beschreibt, kostet Sie mehr Vertrauen, als er Ranking bringt, und er wird ausgerechnet von den Leuten gelesen, die Sie beauftragen sollen.

Konkret: Vereinbaren Sie, dass jede Zahl im Text eine Quelle hat und dass Sie vor Veröffentlichung freigeben. Das ist keine Bürokratie, das ist Ihr Name auf der Seite. Halten Sie ausserdem fest, in welcher Frist Sie freigeben, sonst steht der Zeitplan still.

Frage 4: Wem gehören Zugänge, Daten und Inhalte?

Der häufigste Ärger beim Wechsel entsteht nicht bei der Arbeit, sondern beim Abschied. Google Search Console, Analytics, Unternehmensprofil, Domain, Hosting und die Texte selbst gehören Ihnen, nicht der Agentur. Ein Konto, das auf die Agentur läuft, ist ein Klotz am Bein, und ein Domainname, der auf einen fremden Namen registriert ist, ist ein echtes Risiko.

Konkret: Lassen Sie sich schriftlich zusichern, dass alle Konten auf Ihre Firma laufen und Sie Inhaberrechte behalten. Prüfen Sie das nach vier Wochen selbst nach, nicht erst bei der Kündigung. In der Search Console sehen Sie die Inhaberschaft in zwei Klicks.

Frage 5: Wie berichten Sie, und woran messen wir Erfolg?

Ein Bericht mit Sichtbarkeitsindizes und bunten Kurven sagt wenig. Nützlich sind drei Grössen: qualifizierte Anfragen aus der organischen Suche, Sichtbarkeit für die zehn Begriffe, die Ihr Geschäft wirklich betreffen, und die technische Gesundheit der Seite. Alles andere ist Beiwerk.

Konkret: Legen Sie vor Vertragsbeginn drei Kennzahlen und einen Zeitpunkt fest, an dem Sie gemeinsam ehrlich bilanzieren. Sechs Monate sind ein fairer Horizont für erste belastbare Aussagen. Technische Korrekturen wirken oft innerhalb weniger Wochen, Inhalte und Autorität brauchen länger.

Frage 6: Was passiert mit Local SEO und dem Unternehmensprofil?

Wenn Sie Kundschaft aus der Nähe bedienen, entscheidet die Karte oft mehr als die Trefferliste. Dort zählen Entfernung, Vollständigkeit des Profils, Bewertungen und übereinstimmende Angaben in Verzeichnissen. Für Betriebe mit mehreren Standorten braucht jeder Standort ein eigenes Profil und eine eigene Seite, nicht eine Sammelseite mit einer Liste von Städten.

Konkret: Fragen Sie, wer Bewertungen beantwortet und in welcher Frist. Unbeantwortete Bewertungen sind das billigste ungenutzte Vertrauenssignal, das es gibt. Klären Sie zudem, wer Öffnungszeiten an Feiertagen pflegt, das fällt sonst zwischen Stuhl und Bank.

Frage 7: Wie kommen wir wieder auseinander?

Laufzeit, Kündigungsfrist, Übergabe. Zwölf Monate Mindestlaufzeit sind in der Branche verbreitet, weil SEO Zeit braucht. Fair wird das erst mit einer Ausstiegsmöglichkeit nach der ersten gemeinsamen Bilanz. Klären Sie ausserdem, in welcher Form Sie Daten, Texte und Dokumentation bekommen.

Konkret: Lassen Sie sich die Übergabe im Vertrag beschreiben, nicht als Zusage im Gespräch. Ein Satz genügt: Bei Vertragsende erhält der Auftraggeber alle Zugangsdaten, Auswertungen und Texte in bearbeitbarer Form innerhalb von zehn Arbeitstagen.

Drei Antworten, bei denen Sie das Gespräch beenden können

  • «Platz eins in vier Wochen.» Niemand kontrolliert Googles Rangfolge. Technische Korrekturen wirken oft in Wochen, Inhalte und Autorität brauchen Monate. Ein Termin für Platz eins ist eine Zahl, keine Arbeit.
  • «Wir haben einen besonderen Draht zu Google.» Den gibt es nicht. Es gibt bezahlte Anzeigen, und es gibt organische Ergebnisse, und die sind nicht käuflich.
  • «Die Methode können wir nicht offenlegen.» Wer nicht erklären kann, was er tut, kann meist auch nicht belegen, dass es gewirkt hat. Fachliche Tiefe lässt sich erklären, ohne Betriebsgeheimnisse zu verraten.

Was Sie vor dem ersten Termin vorbereiten

Sammeln Sie vier Dinge, dann wird aus einem Verkaufsgespräch ein Arbeitsgespräch: die zehn Suchbegriffe, unter denen Sie gefunden werden möchten. Drei Wettbewerber mit Website-Adresse. Die Zahl der Anfragen, die heute über die Website hereinkommen. Und die Frage, welche Leistung Sie eigentlich verkaufen wollen, denn Sichtbarkeit für das falsche Angebot bringt Anfragen, die Sie ablehnen müssen.

Klären Sie intern zusätzlich, wer bei Ihnen freigibt und wie viel Zeit diese Person pro Monat hat. Der häufigste Grund für Verzögerungen liegt nicht bei der Agentur, sondern bei fehlenden Inhalten und Freigaben auf Kundenseite. Wer das vorher offen anspricht, plant realistisch.

Fazit

Gute Suchmaschinenoptimierung ist unspektakuläre, überprüfbare Arbeit: messen, Technik reparieren, Inhalte schreiben, lokal sauber auftreten, berichten. Die sieben Fragen oben trennen genau diese Arbeit von der Verpackung. Sie brauchen dafür kein Fachwissen, nur die Bereitschaft, auf eine konkrete Antwort zu bestehen.

Wir arbeiten von Allschwil bei Basel aus für Unternehmen jeder Grösse in der Schweiz, Deutschland und Österreich, remote und per Video, mit 4,7 Sternen bei 23 Google-Bewertungen. Was wir in Deutschland konkret machen, technisches SEO, Local SEO und Inhalte, die ranken, steht auf unserer Seite SEO Agentur Deutschland.

Fabiano Frascati

Geschrieben von

Fabiano Frascati

Gründer von Frascati. Hilft Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich, vom KMU bis zum Konzern, online professionell aufzutreten.

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