Eine Wix- oder Jimdo-Website wirkt mit ihrem tiefen Monats-Abo auf den ersten Blick fast geschenkt. Doch wenn Sie ehrlich rechnen, sieht das Bild anders aus: Rechnet man die laufenden Abos, Ihre eigene Arbeitszeit und die späteren Folgekosten zusammen, erreicht eine DIY-Website über zwei bis drei Jahre schnell den Wert eines professionellen Festpreis-Pakets. Der grosse Unterschied ist nicht der Preis, sondern was Sie am Ende dafür in der Hand halten.
In diesem Artikel rechnen wir es offen durch: Abo-Kosten, versteckte Eigenarbeit, der Punkt, an dem eine Baukasten-Seite an ihre Grenzen stösst, und was bei einem späteren Umzug zur Agentur anfällt. So können Sie selbst beurteilen, welcher Weg für Ihr KMU der günstigere ist.
Was kostet eine selbstgebaute Wix-Website am Ende wirklich?
Der Werbeslogan lautet: kostenlos starten. Die Realität für ein Schweizer KMU sieht anders aus. Eine Gratis-Seite trägt Werbung des Anbieters und läuft auf einer Subdomain wie ihrefirma.wixsite.com — für ein Unternehmen nicht seriös. Sobald Sie eine eigene Domain, kein Fremdbranding und ein Kontaktformular ohne Limit wollen, sind Sie in einem kostenpflichtigen Abo.
Zu den reinen Abo-Kosten kommen Posten, die selten jemand vorrechnet: eine eigene Domain, eine professionelle E-Mail-Adresse, vielleicht ein Premium-Template, Foto-Lizenzen, ein Buchungs- oder Shop-Plugin. Jeder Posten klingt klein. In Summe ergibt sich ein laufender Betrag, der Jahr für Jahr weiterläuft — ohne dass die Website jemals Ihnen gehört.
Die Abo-Kosten von Wix, Jimdo und Co. im Überblick
Baukasten-Anbieter arbeiten mit gestaffelten Monats-Abos. Die günstigen Stufen reichen für ein KMU meist nicht, weil wichtige Funktionen fehlen. Realistisch landen Sie bei einem mittleren bis höheren Tarif. Typische Posten (marktübliche Richtwerte, Stand 2026):
- Website-Abo: bei Wix rund CHF 12–17 pro Monat für «Light», CHF 28–36 für «Core» und ab etwa CHF 44 für «Business» (jeweils bei Jahreszahlung) – Jimdo und Squarespace liegen in ähnlichen Spannen.
- Eigene Domain (.ch): meist nur im ersten Jahr inklusive, danach rund CHF 10–20 pro Jahr.
- Professionelle E-Mail-Adresse: oft ein separates Abo pro Postfach, typischerweise CHF 6–12 pro Monat.
- Zusatz-Plugins: Buchung, Online-Shop, mehrsprachige Inhalte oder erweiterte SEO-Werkzeuge kosten extra – je App schnell CHF 5–15 pro Monat.
Folgekosten-Falle: Über drei Jahre summieren sich allein ein Core-Abo, die Domain und ein E-Mail-Postfach marktüblich auf rund CHF 1'300–1'800 — und Sie besitzen die Seite danach trotzdem nicht.
Wichtig: Diese Kosten laufen weiter, solange die Seite online ist. Bei einem professionellen Festpreis-Paket zahlen Sie dagegen einmal einen vorab vereinbarten Betrag, das Hosting im ersten Jahr ist inklusive, und Sie bekommen eine fertige Website ausgeliefert.
Der versteckte Posten: Ihre eigene Arbeitszeit
Der teuerste Posten taucht auf keiner Rechnung auf: Ihre Zeit. Eine Baukasten-Website klickt sich nicht von allein zusammen. Sie müssen Struktur planen, Texte schreiben, Bilder beschaffen und zuschneiden, das Layout auf dem Handy prüfen, das Kontaktformular testen und SEO-Grundlagen einrichten. Für eine ordentliche Mehrseiten-Site sind 25 bis 40 Stunden realistisch — oft mehr, wenn man sich erst einarbeiten muss.
Aufwand, den eine selbstgebaute KMU-Website schnell verschlingt. Bei einem realistischen Unternehmer-Stundenwert ergibt das einen erheblichen versteckten Kostenposten — bevor die Seite überhaupt sauber online ist.
Diese Stunden fehlen Ihnen im Tagesgeschäft. Als Inhaber eines Handwerks-, Bau- oder Dienstleistungsbetriebs ist Ihre Stunde bei einem Kunden in der Regel deutlich mehr wert als der Stundenlohn, den eine Agentur für dieselbe Arbeit verrechnet. Genau hier kippt die Rechnung.
Tipp: Rechnen Sie ehrlich nach: geschätzte Eigenstunden mal Ihrem effektiven Stundenwert. Liegt das Ergebnis nahe am Festpreis einer Agentur, bauen Sie faktisch eine Agentur-Website — nur ohne Profi-Ergebnis und ohne Festpreis-Garantie.
Wann eine DIY-Site an ihre Grenzen stösst
Für eine schnelle Visitenkarte mag ein Baukasten genügen. Sobald Ihr Betrieb wächst, melden sich die Grenzen:
- Ladezeit und Technik: Baukasten-Seiten schleppen viel Ballast mit und laden auf dem Handy oft langsam — ein direkter SEO- und Conversion-Nachteil.
- SEO-Tiefe: Lokale Sichtbarkeit für Suchanfragen wie Ihre Stadt plus Branche braucht saubere Struktur, schnelle Technik und gute Texte. Genau hier sind Baukästen limitiert.
- Mehrsprachigkeit: Deutsch, Französisch und Italienisch sauber abzubilden, wird im Baukasten schnell unübersichtlich.
- Individuelle Funktionen: Offert-Flow, Buchung, Objektliste mit Filter oder eine Warteliste lassen sich nur eingeschränkt umsetzen.
Wie weit eine professionell gebaute Site geht, sehen Sie an unseren Referenzen: von einer Objektliste mit Suchfilter über einen mehrsprachigen B2B-Auftritt bis zu einem sauberen Offert-Flow für ein Bau-KMU. Solche Lösungen stossen im Baukasten früh an die Decke.
Migration von Wix zur professionellen Website: was anfällt
Viele unterschätzen den Wechsel. Baukasten-Systeme sind geschlossen: Sie können Ihre Seite nicht einfach exportieren und mitnehmen. Beim Umzug fallen typischerweise an: Inhalte sauber übernehmen, Domain umziehen, bestehende Suchplatzierungen mit korrekten Weiterleitungen absichern und die Seite technisch neu aufbauen. Je länger eine DIY-Seite lief, desto mehr Aufwand entsteht beim Umzug — und desto mehr Zeit haben Sie zuvor in ein System investiert, das Ihnen nie gehörte.
Tipp: Bevor Sie viel Zeit in eine Baukasten-Seite stecken, lassen Sie Ihre aktuelle Situation kurz prüfen. Unser kostenloser Website-Check zeigt, wo Sie stehen und ob sich der Eigenbau überhaupt lohnt.
Rechenbeispiel: DIY-Stunden gegen Festpreis-Agentur
Stellen wir die beiden Wege drei Jahre nebeneinander, für einen typischen KMU-Auftritt mit fünf bis acht Unterseiten:
- DIY-Weg: rund 30 Stunden Eigenarbeit für Aufbau und Texte, dazu laufende Abos, Domain, E-Mail und Zusatz-Plugins über drei Jahre. Bewertet man die Eigenstunden ehrlich, landen Sie unter dem Strich oft im selben Bereich wie ein Profi-Paket — mit einem Ergebnis, das technisch und gestalterisch meist hinterherhinkt.
- Festpreis-Agentur: Das beliebte Wachstum-Paket liefert fünf bis acht Unterseiten mit CMS, Design, Texte von Copywritern, SEO-Grundoptimierung und Hosting im ersten Jahr — fertig in maximal einer Woche, zum fairen Festpreis statt Stundensatz. Ein einfacher Auftritt startet als Basis-Paket.
Der Unterschied: Beim Festpreis kennen Sie den Betrag im Voraus, sparen Ihre eigene Zeit und bekommen eine schnelle, DSG-konforme Seite, die Ihnen gehört. Wie das in Ihrer Region aussieht, lesen Sie auf unseren Seiten für Webdesign in Basel und Webdesign in Zürich.
Wann sich der Wechsel zur Agentur lohnt
Eine DIY-Seite kann als Provisorium genügen. Sobald die Website aber Kunden bringen, professionell wirken und bei Google gefunden werden soll, ist der Eigenbau selten der günstigere Weg. Der Wechsel lohnt sich, wenn Ihre Seite langsam lädt, auf dem Handy schlecht aussieht, kaum gefunden wird oder Sie schlicht Ihre Zeit zurückwollen. Einen Überblick über unser komplettes Angebot finden Sie unter Webdesign.
Häufige Fragen
Ist eine Wix-Website wirklich kostenlos?
Nein. Die Gratis-Variante zeigt Anbieter-Werbung und läuft auf einer Subdomain, was für ein Unternehmen nicht seriös wirkt. Sobald Sie eine eigene Domain, kein Fremdbranding und ein vollwertiges Kontaktformular wollen, brauchen Sie ein kostenpflichtiges Abo, das Jahr für Jahr weiterläuft.
Was kostet eine professionelle Website für ein Schweizer KMU?
Marktüblich bewegen sich professionelle KMU-Websites in der Schweiz je nach Umfang zwischen rund CHF 2'000 (Freelancer, One-Pager) und CHF 15'000 oder mehr (Agentur, grössere Site). Bei Frascati gilt ein fairer Festpreis statt Stundensatz – vom günstigen One-Pager (Basis) über das beliebte Wachstum-Paket mit fünf bis acht Unterseiten und CMS bis zum Premium-Paket. Design, Texte, SEO-Grundoptimierung und Hosting im ersten Jahr sind jeweils inklusive. Den konkreten Festpreis nennen wir nach einem kurzen Erstgespräch.
Kann ich meine Wix-Seite später zu einer Agentur umziehen?
Ja, aber nicht per Knopfdruck. Baukasten-Systeme sind geschlossen, daher werden Inhalte übernommen, die Domain umgezogen und bestehende Google-Platzierungen mit Weiterleitungen abgesichert. Je länger die Seite lief, desto mehr Aufwand entsteht beim Wechsel.
Lohnt sich DIY überhaupt nicht?
Für eine schnelle, temporäre Visitenkarte kann ein Baukasten genügen. Sobald die Website aber Kunden bringen, gefunden werden und professionell wirken soll, rechnet sich der Eigenbau wegen Ihrer Arbeitszeit und der technischen Grenzen meist nicht mehr.
Lust auf eine Website, die Ihnen wirklich gehört — zum Festpreis, ohne versteckte Kosten und ohne Ihre eigene Zeit zu verbrennen? Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch, und wir rechnen Ihren konkreten Fall ehrlich mit Ihnen durch.






